Geschichte der Neuraltherapie

Geschichte der Neuraltherapie

Die Neuraltherapie wurde ursprünglich von den Briloner Huneke-Brüdern entwickelt. Es beinhaltet die Injektion von Procain, einem lokales Betäubungsmittel, in spezifische Bereiche.

Die Neuraltherapie basiert auf der Theorie, dass ein Trauma zu langwierigen Störungen der elektrochemischen Funktion von Geweben führen kann. Das können zum Beispiel Narben, Nerven oder eine Gruppe von Nerven, die Ganglien genannt werden, sein.

Die Wurzeln der Neuraltherapie liegen in der Verwendung von Kokain als Lokalanästhetikum im späten 19. Jahrhundert. Die moderne Neuraltherapie verdankt seine Entdeckung einem Unfall im Jahr 1925, beobachtet und interpretiert von zwei Ärzten, Ferdinand und Walter Huneke.

Neuraltherapie Spritze bei Schmerzen

Nach jahrelangen vergeblichen Versuchen, der eigenen Schwester bei ihren schweren Migräneattakten zu helfen, injizierte Ferdinand Huneke seiner Schwester intravenös das, was er für ein Heilmittel gegen Rheuma hielt. Während er noch die Injektion verabreichte, verschwanden die Migräne-Kopfschmerzen zusammen mit dem blinkenden Gefühl vor ihren Augen und der Übelkeit. Nachdem Ferdinand und Walter Huneke Zeugen dieser raschen Verbesserung des Zustandes geworden waren, erkannten sie, dass die intravenöse Injektion ihrer Schwester Prokain enthielt. Nach vielen weiteren Experimenten wurde klar, dass Procain alleine die überraschende Erleichterung bewirkt hatte, und daher konnte Procain auch als Behandlungsmittel sowie als Lokalanästhetikum verwendet werden.

Geschichte der Neuraltherapie - Grafik
  • Infektionen

  • Emotionales Trauma und emotionaler Stress

  • Physikalisches Trauma nach Unfällen, Operationen, Zahnbehandlungen oder Verbrennungen

  • Allgemeiner Stress durch Krankheit

  • Nahrungsmittelallergien

Was verursacht Störfelder?

Im Fachgebiet der Neuraltherapie geht man davon aus, dass im Körper des Patienten ein chronischer Entzündungszustand besteht, der nicht nur das Immunsystem – und somit auch den gesamten Organismus – schwächt, sondern auch auf andere Körperregionen “ausstrahlen” kann.

Die Neuraltherapie zielt auf die Wiederherstellung der Durchblutung in vitalem Gewebe, die häufig durch die degenerativen Faktoren wie Schmerzen, Spastik, Säure (niedriger pH-Wert von toxischen – metabolische Abfallprodukte), Narbengewebe oder externen Giftstoffen in ihrer Funktionalität gestört sind.

Mit der Injektion des Lokalanästhetikums wird die Wirkung der Störfelder unterbrochen und der Schmerz dadurch verringert oder ausgeschaltet.

2019-04-29T04:08:43+01:00

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